Herzlich willkommen in der Redaktion

Wie starke journalistische Inhalte aus der Region für alle Kanäle entstehen, lesen Sie hier.

Der digitale Wandel beim Berner Oberländer

Immer die Region zuerst: Der Berner Oberländer ist die führende Regionalzeitung im Berner Oberland. Wir berichten pointiert, fundiert und zugänglich. Wir suchen den Dialog mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, sind aktuell und unterhaltend – seit vielen, vielen Jahren. Auf diese Kontinuität in der Berichterstattung sind wir stolz. Gleichzeitig hat sich das Nutzungsverhalten der Menschen über die Jahre verändert. Im Zuge des technologischen Fortschritts werden unsere Artikel auch immer stärker über digitale Kanäle genutzt.

Diesen Veränderungen wollen wir Rechnung tragen. Künftig werden wir Ihnen unser ganzes Angebot rund um die Uhr auch digital zur Verfügung stellen. Die gedruckte Zeitung soll Ihnen einmal täglich einen Überblick vorab über das lokale, aber auch über das kantonale, das nationale und das internationale Tagesgeschehen geben. Über die digitalen Kanäle werden Sie topaktuell mit den neuesten Meldungen bedient. Auch hier wollen wir aber unsere bekannten Stärken ausspielen: Gewichtung und Selektion jener Informationen, die wirklich wichtig sind. Gleichzeitig nutzen wir die Vorteile, welche die neuen digitalen Kanäle bieten. Besonders stolz sind wir auf unsere Multimediareportagen mit Videos und interaktiven Karten, für welche der Berner Oberländer mit so renommierten Preisen wie dem Grimme Online Award oder dem Swiss Press Award ausgezeichnet wurde.

Unsere Auftritte online, mobile und auf dem Tablet haben wir optisch so überarbeitet, dass sofort erkennbar ist: Wo Berner Oberländer draufsteht, ist auch Berner Oberländer drin. Mit einem neuen Layout bringen wir mehr Ruhe in die Gestaltung der Seiten und verbessern die Lesbarkeit. In der angepassten Navigation sticht sofort der stärkere Fokus auf die regionalen Kanäle ins Auge. Denn so viel ist klar: Beim Berner Oberländer kommt auch digital immer die Region zuerst.

Bruno Stüdle

Chefredaktor Berner Oberländer

Hier wohnen unsere Journalistinnen und Journalisten

Wir sind dort präsent, wo das Leben geschieht

Bern, Burgdorf, Interlaken, Langenthal, Thun: Unsere Redaktionsstandorte sind über den ganzen Kanton Bern verteilt. Fast 200 Journalisten, Fotografen und Grafiker arbeiten jeden Tag für die aktuelle Ausgabe Ihrer Zeitung. Die Nähe zu den Lesern ist der grosse Trumpf der BZ Berner Zeitung. Mit den fünf Ausgaben Stadt und Region Bern, Emmental, BZ Langenthaler Tagblatt, Thuner Tagblatt und Berner Oberländer bieten wir unseren Leserinnen und Lesern ein massgeschneidertes Angebot an Aktualität und Hintergrund für die jeweilige Region.

Bei uns kommt immer die Region zuerst. Aber selbstverständlich geht unsere Berichterstattung weit über die Region hinaus. Das Geschehen im Bundeshaus analysieren unsere erfahrenen Redaktoren genauso wie die neuesten Entwicklungen in Europa oder weltweit. Dabei können wir uns auf die Unterstützung durch ein dichtes Netz von Korrespondenten in mehr als zwanzig Ländern verlassen. Bei der Vermittlung von komplexen Themen setzen wir stark auf den Einsatz von Infografiken und Illustrationen.

In der Sportberichterstattung spielt der Berner Oberländer zweifellos in der Spitzengruppe. Unsere Experten berichten kontinuierlich und mit viel Sachverstand über die lokalen Zugpferde wie den FC Thun, den SC Bern, den Wacker Thun oder die SCL Tigers. Aber auch der regionale Sport unterer Ligen und weniger populäre Sportarten rücken regelmässig in unseren Fokus.

Für die schönen Seiten des Lebens gibt es unser Magazin. Tolle Reisereportagen aus aller Welt, feine Rezepte von Spitzenköchen, aktuelle Filmbesprechungen, die neuesten Modetrends und vieles mehr machen die Lektüre zu einem Genuss. Viel Wissenswertes aus den Bereichen Gesundheit und neue Entwicklungen aus dem Digitalbereich runden unser redaktionelles Angebot ab.

Stimmen aus den Ressorts

  • «Wir berichten aus dem ganzen Oberland, von der Grimsel bis ins Saanenland, und das täglich aktuell. Die Lokalkultur, das gesellschaftliche Leben und der Lokalsport sind genau so wichtig wie das politische Geschehen, vorab natürlich aus dem Oberland.»

    Bruno Stüdle, Chefredaktor

  • «Auf Berggipfeln, Gletschern, in Schluchten und Tälern entstehen unsere Geschichten. Das Bergrettungswesen, Alpinismus und die Blaulichtszene gehören zum festen Bestandteil unserer Berichterstattung.»

    Bruno Petroni, Reporter

  • «Wir machen die schnellen News in der Stadt Bern und dem Kanton. Vom YB-Match, dem Gurtenfestival und Schwingen tickern wir live. Wie die Tigers aufgestiegen sind, zeigen wir im Video. Wie es am Zibelemärit zu und her gegangen ist, sehen Sie in unserer Bildstrecke. Mit interaktiven Grafiken und Multimediareportagen zeigen wir Hintergründiges auf.»

    Claudia Salzmann, stellvertretende Leiterin Ressort Online

  • «Ob wir Neues im Fall Gurlitt aufdecken, Starköchen über die Schulter blicken oder eine Weihnachtsgeschichte dichten: Wir wollen unkonventionell, hintergründig und überraschend über das Kulturschaffen in der Region und darüber hinaus berichten.»

    Stefanie Christ, Kulturredaktorin

  • «Wir berichten nicht nur, was der Nationalrat entschieden hat, wir reden auch mit den Leuten, die wichtige Entscheidungen treffen und unser Land lenken, hinterfragen ihre Arbeit und sind kritisch. Auch die Sicht des Konsumenten und Bürger ist uns wichtig und wir bieten Orientierungshilfe im Wirrwarr der Angebote, mit Extraseiten und Telefonhotlines.»

    Wolf Röcken, Nachrichtenchef

  • «Nicht nur über unsere Kernthemen wie YB, SCB, FC Thun berichten wir. Wir blicken auch dahin, wo es weh tut, und schreiben über nicht alltägliche Sportereignisse wie den Frauenlauf oder ein Minigolfturnier in der Region. Diese Vielfältigkeit zeichnet uns aus.»

    Philipp Rindlisbacher, Sportredaktor

Das ausgebaute Angebot wird ab Anfang September auf allen Kanälen bezahlpflichtig

Digital gratis zugänglich bleiben die Startseite und rund zwanzig Artikel pro Monat – wobei Zeitungsabonnenten weiterhin unbeschränkten Zugang haben. Wer mehr Inhalte nutzen will und kein Zeitungsabonnement hat, dem wird ein Digitalabo mit unterschiedlichen Laufzeiten angeboten.

Guter Journalismus kostet Geld. Anders lassen sich aufwendige Recherchen und mit Sorgfalt gestaltete Infografiken und Multimediareportagen nicht finanzieren. Andere Zeitungen haben denselben Weg beschritten. Die «New York Times» gehörte vor fünf Jahren zu den Pionieren, andere – in der Schweiz etwa der «Tages-Anzeiger» oder die NZZ – sind ihr gefolgt. Eine Umfrage bei unserer Leserschaft ergab denn auch eine hohe Bereitschaft, für Eigenleistungen auch im Netz zu zahlen. Umgekehrt empfanden es Printabonnenten als ungerecht, dass Beiträge, für deren Lektüre sie bezahlten, auf anderen Kanälen gratis zu lesen waren.

Wir sind zuversichtlich, dass Sie als Leserinnen und Leser uns auf diesem neuen Weg folgen werden, und danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Treue. Der traditionelle Redaktionsschluss der Printausgabe wird für unser Angebot nicht mehr die alleinige Zeitvorgabe bleiben, publiziert werden kann an sieben Tagen während vierundzwanzig Stunden. Wir verpflichten uns zu nichts weniger als dazu, während sieben Tagen die Woche unser Bestes zu geben.

Punkte:

Ein Blick hinter die Kulissen

Wie eine konvergente Regionalzeitung entsteht

Warum Stadtpräsident Alexander Tschäppät seine Memoiren schreiben lässt, wie sich der Schwinger Kilian Wenger von seiner Verletzung erholt, wer das neue Hochhaus in Ostermundigen befürwortet und den neuesten Transfer ins SCB-Kader. Das und noch viel mehr recherchieren bei uns 200 motivierte Journalisten praktisch rund um die Uhr, um faktenreiche, hintergründige und interessante Geschichten für die Leserschaft zu schreiben.

Diese erscheinen in der Printausgabe und sind online multimedial aufgeschaltet, mit Videos, interaktiven Grafiken und Bilderstrecken angereichert. Das BZ-Team macht nicht nur Eigenrecherchen, sondern steht in ständigem Kontakt mit den Lesern, via Telefon, Facebook, Twitter, Briefe und Kommentare. Das Leserforum ist täglich während 10 Stunden für unsere Leserschaft da.

Am Sonntagmorgen in aller Frühe setzt sich Sportredaktor Reto Pfister ins Auto und fährt nach Plaffeien, um über das Schwarzsee-Schwingfest zu tickern. Es ist die dritte Saison, in der auf bernerzeitung.ch nicht nur über Fussballspiele der Super League, Tennispartien der grossen Turniere und Playoff-Spiele des SCB, sondern auch über das Schwingen live getickert wird. Vor Ort trifft der Tickerer auf den Fotografen Andreas Blatter, den Sportredaktor Stephan Dietrich und die Videojournalistin Claudia Salzmann.

In der Redaktion in Bern sitzt Sibylle Hartmann, die einige Minuten nach dem Anschwingen die ersten Fotos von Blatter übermittelt bekommt und diese publiziert. Daneben sucht sie die Sonntagspresse und Newsportale nach Berner Geschichten ab. Alle paar Minuten flattern eine Medienmitteilung oder Blaulichtmeldungen in den E-Mail-Posteingang. Daraus filtert sie die relevanten Geschichten heraus, telefoniert mit den Betroffenen und publiziert die Artikel auf der Internetseite. Derzeit ist der meistgelesene Artikel der Schwinger-Ticker. «Die bestgelesenen Artikel sind diejenigen, die im Kanton Bern spielen. Unsere User kommen genau deswegen zu uns», erklärt Hartmann.

«Die bestgelesenen Artikel sind diejenigen, die im Kanton Bern spielen. Unsere User kommen genau deswegen zu uns.»

Um 13 Uhr trifft sich Hartmann mit den anderen Ressorts zur Redaktionssitzung, wo die Themen für die Printausgabe von Montag besprochen werden. An der Konferenzschaltung hören die Verantwortlichen von Thuner Tagblatt, Berner Oberländer, BZ Langenthaler Tagblatt und der Emmentaler Ausgabe mit.

«Wir berichten aus den Dörfern und sind nahe bei den Menschen.»

Zurück nach Plaffeien: Reto Pfister kommt gerade vom Mittagessen zum Medienbus zurück, und es geht in den vierten Gang. Währenddessen fotografiert Andreas Blatter in der Mitte beim Brunnen, auf einem Campingstuhl sitzend, die besten Momente des Schwingfestes. Er ist Cheffotograf eines 7-köpfigen Teams.

Von ihnen ist zeitgleich Urs Baumann in der Berner Innenstadt unterwegs und fotografiert die vorbeiflitzenden Fahrer der Tour de Suisse. Micha Jegge deckt den sportlichen Teil ab, und Regionsredaktorin Lucia Probst befragt an der Strecke in Köniz Personen aus dem Publikum zu ihren Lieblingsfahrern. Online meldet Sibylle Hartmann nach der Zieleinfahrt die Resultate und Bilder der Sieger.

Läuft im Kanton etwas, ist die BZ schnell vor Ort. Sei es in den Dörfern, wenn der Flughafen Bern-Belp über den Südanflug informiert, oder bei Unwettern. «Wir berichten aus den Dörfern und sind nahe bei den Menschen», erklärt Stephan Künzi, Leiter des Ressorts Region Bern. In Tickerform wird schnell informiert, hintergründigere Texte folgen kurz darauf. Auch Events wie das Greenfield Festival, die Fasnacht oder das Gurtenfestival werden live in Wort, Bewegtbild und Ton facettenreich begleitet. Musikalisch werden nebst den Platzhirschen Patent Ochsner und Züri West auch die kleineren Bands porträtiert, um die breite Musikpalette des Kantons aufzuzeigen. So hatte die BZ das erste Interview mit den heute gefeierten Lo & Leduc.

«Wir legen uns erst spät fest, weil wir nie wissen, was noch geschehen könnte.»

Am späten Nachmittag kommen die grossen News: Ciriaco Sforza wird neuer Trainer beim FC Thun. Fussballredaktor Dominic Wuillemin schreibt einen Kommentar, den er nach dem Korrekturlesen an Online übermittelt und der am nächsten Tag im Blatt erscheint. Hartmann hat bereits eine Eilmeldung online geschaltet, die Karriere von Sforza in einer Bildstrecke zusammengefasst und den Artikel über Facebook und Twitter verbreitet. Bereits einige Minuten später gibt es erste Leserkommentare zum Thema.

In Plaffeien geht das Schwingfest in die letzten Gänge, bereits 50 Bilder des Fotografen Blatter sind online, doch das Siegerbild fehlt noch. «Ich muss mich beeilen, die haben nie lange Zeit», sagt Blatter und ist schon weg. Pfister schliesst den Ticker langsam ab, und auch Salzmann hat ihren Film mit Nachwuchsschwingern im Kasten. Nun ist Dietrich gefordert: Nach einem kurzen Schwatz mit Christian Stucki interviewt er den Sieger Joel Wicki. Geschrieben hat er noch keine einzige Zeile, doch die Resultate sind im Ticker bereits gemeldet.

Bei der Frontsitzung um 17 Uhr ist klar, dass Sforza und die Tour de Suisse auf der Titelseite sein müssen. Auch beim Thuner Tagblatt wird noch einmal umgeplant. «Wir legen uns erst spät fest, weil wir nie wissen, was noch geschehen könnte», erklärt Peter Jost, Chefredaktor der BZ. Anders im Online: Hier ist immer Redaktionsschluss, und gerade kommt Salzmann zurück. Den Filmbeitrag hat sie auf dem Zug geschnitten, und er ist nach zwei Minuten online.

Langsam nimmt die Zeitung von morgen Form an. Bildredaktor René Wüthrich sucht noch ein Bild von Ciriaco Sforza. Neben ihm gestaltet der Infografiker Daniel Barben die Schwingfest-Seite. Jährlich werden vom Grafikteam 2000 Grafiken produziert.

Auf Barbens zweitem Bildschirm ist die Multimediareportage «Streetart, Kunst in der Grauzone» zu sehen, die er noch fertig programmieren muss. Ab Montag soll sie online sein. Stefanie Christ und Franziska Zaugg, die beiden Autorinnen der Reportage, haben heute frei, doch in der Kulturredaktion sitzt Oliver Meier, der einem Interview mit Milliardär und Kunstmäzen Hansjürg Wyss den letzten Schliff gibt.

Die Regionsressorts haben ihre Artikel bereits fertig geschrieben, das Korrektorat läuft auf Hochtouren, und die newsrelevanten Texte sind online. Mittlerweile ist auch der letzte Journalist aus Plaffeien zurückgekehrt: Stephan Dietrich sitzt am Pult und verfasst ein Feature des Schwarzsee-Schwingfests. Als er am Schluss am Titel feilt, ist es ruhiger geworden in der Redaktion, viele sind gegangen, und es wird langsam dunkel.

«Wicki bodigt die starken Männer» liest Onlineredaktor Martin Bürki mit einem Lächeln, als er am nächsten Tag vor 6 Uhr früh die aktuellen Ausgaben im Postbüro abholt und ein neuer Tag bei der Berner Zeitung anbricht.

Mehr Informationen zu unseren Digital-Abos finden Sie hier.

Text: Bruno Stüdle, Dominik Galliker, Claudia Salzmann

Bilder: Andreas Blatter, Bruno Petroni

Videos: Claudia Salzmann

Realisierung: Srsly.ch

Projektleitung: Daniel Barben, Peter Jost, Claudia Salzmann

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